Unter der neuen künstlerischen Leitung von Oliver Dressel zeigt COMMEDIA FUTURA mit GODS – DREAMS, DESIRES & DESTRUCTIONS ein intensives Tanztheatererlebnis.

Themen wie Rache, Schuld, Leidenschaft und Täuschung entfalten sich in einer körperbetonten, sinnlich-rohen Inszenierung.

Zwischen elementarer Energie und moderner Bildsprache entsteht ein Raum, in dem Körper, Klang und Projektionen aufeinandertreffen und innere wie äußere Konflikte sichtbar werden. Das Spiel der Gegensätze – Traum und Zerstörung, Begehren und Täuschung – treibt die Aufführung voran und eröffnet neue ästhetische Perspektiven.

Zeitgenössischer Tanz, elektronische Musik und Projektionen verschmelzen hier zu einem Theaterabend, der Sehnsüchte und Abgründe gleichermaßen spürbar werden lässt.

Gefördert von der Region Hannover und dem Stadtbezirksrat Südstadt Bult.
Koproduziert von der EISFABRIK - unterstützt durch die Förderung der Landeshauptstadt Hannover, Kulturbüro

 

 

 


Premiere am 01. Nov 2025,
insgesamt 7 Aufführungen zwischen dem 01. Nov 2025 und 22. Nov 2025

Ensemble


Von und mit: Oliver Dressel, Ferenc Fehér, Jörg Finger, Bettina Paletta, Emre Kesim, Sabine Mech & Wolfgang A. Piontek

Konzept: Gruppe
Regie: Oliver Dressel
Regie & Dramaturgie: Wolgang A. Piontek
Choreograf*innen & Tänzer*innen: Ferenc Fehér & Bettina Paletta
Schauspieler: Oliver Dressel
Live-Musik: Emre Kesim
Lichtdesign & Videos: Jörg Finger
Kostüme & Objekte: Sabine Mech

Hannoversche Allgemeine Zeitung | 10.11.2025
In der Welt der Götter: Commedia Futura zeigt „Gods – Dreams, Desires & Destructions“
von Frank Kurzhals

Die hannoversche Theatergruppe Commedia Futura hat eine neue künstlerische Leitung. Oliver Dressel löst Wolfgang A. Piontek ab, der 1982 die Commedia Futura gründete. Doch Piontek hat die erste Inszenierung in der Verantwortung von Dressel noch eng begleitet und für die Dramatisierung der Tanztheaterproduktion gesorgt. Gleichzeitig distanziert er sich mit Freude von der Inszenierung, vielleicht war es aber auch nur Provokation: Im Vestibül der Eisfabrik verkündete er dem auf Einlass wartenden Publikum „Genießen sie die Ruhe, gleich wird es sehr laut“und dann folgte etwas süffisant „Versuchen Sie das Stück nicht zu verstehen, es ist nicht zu verstehen“.

Mit „Gods – Dreams, Desires & Destructions“wagt sich Dressel in die Welt der Götter, forscht nach deren Träumen, Sehnsüchten und auch nach deren Zerstörungswille. Das inszeniert Dressel in neun Etappen. In einer Stunde wird aus einer höllisch verräucherten Welt eine neue, eine bessere Welt zu erschaffen versucht.

Commedia Futura: Starke Szenen in der Eisfabrik

Es beginnt ganz traditionell mit „Am Anfang war das Ende“und schließt wenig überraschend mit „Das Ende ist der Anfang“. Dazwischen werden Gebote erlassen, es wird gepredigt und es gibt viele Momente der Ekstase. Alles wird von Emre Kesim am Keyboard und mit seiner Stimme begleitet. Er schafft einen Soundraum, der ihn zum gleichberechtigt vierten Akteur neben den Tanzenden Oliver Dressel, Ferenc Fehér und Bettina Paletta werden lässt. Seine Weltreise der Geräusche und Sounds umfasst überwältigend laute Rhythmen und musikalische Zitate aus vielen Kulturräumen.

Die Choreografie übersetzt diese Weltreise mit vielen überraschenden und überzeugenden Szenen, die immer mal wieder mit schwächeren Szenen wechseln. Doch allein für den Moment, in dem Fehér die Situation des Geborenwerdens auf die spärlich möblierte Bühne bringt, ist großartig. Seine getanzte Darstellung des In-die-Welt-geworfen-Seins, die ersten Versuche, den Körper auszuprobieren, die Hilflosigkeit eines Wesens, das noch nicht aufstehen kann, genau das aber unbedingt muss, ist allein schon einen Besuch wert.

Dass aus dem anspruchsvollen Titel dann doch keine durchgängig überzeugende Geschichte wird, gerät darüber schon fast in Vergessenheit. Oder es ist einfach genau das, worauf der scheidende Chef der Commedia Futura am Anfang entschuldigend hinweisen wollte.

Wieder am 21. und 22. November in der Eisfabrik Hannover (Seilerstraße 15F).

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Kontakt

COMMEDIA-FUTURA
Seilerstraße 15F
30171 Hannover
T (0511) 81 63 53
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